Bochum muss Produktionsstandort für Opel bleiben. Strategie des GM-Vorstandes und Untätigkeit der Bundesregierung gefährden alle Werke in Europa!

13. Dezember 2012 | Wirtschaftspolitik

Zu den Ankündigungen von General Motors, den Opel-Produktionsstandort Bochum 2016 zu schließen, erklärt der AfA-Bundesvorsitzende und stellvertretende wirtschaftspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, MdB Klaus Barthel:

GM hat seit Jahren keine Strategie für die Zukunft Opels in Europa. Das Bochumer Werk, in dem 2016 die Auto-Produktion auslaufen soll, ist deshalb jetzt das nächste Opfer dieser Konzeptlosigkeit. Hinzu kommen die Auswirkungen der Rezession in weiten Teilen Europas, die aus dem falschen, von Kanzlerin Merkel mitzuverantwortenden Umgang mit der Krise folgt.

Anders als es in den USA vorgemacht wurde, haben die schwarz-gelben Wirtschaftsminister in Bund und Land es in den vergangenen Jahren abgelehnt, politisch zu intervenieren. Sie haben es dem GM-Vorstand leicht gemacht, die deutschen Standorte auszubluten. Die Empörung, ausgerechnet der FDP, über die Ankündigungen von GM sind pure Heuchelei und sollen von diesem Versagen ablenken. Zusammen mit der IG-Metall, den Betriebsräten und der nordrhein-westfälischen Landesregierung setzt sich die AfA dafür ein:

• dass Bochum ein hochwertiger Produktionsstandort von Opel mit möglichst vielen Arbeitsplätzen bleibt,

• dass es nicht zu betriebsbedingten Kündigungen und Entlassungen in die Arbeitslosigkeit kommt,

• dass GM endlich ein tragfähiges Konzept mit klaren Investitionszusagen für Opel insgesamt und für den Standort Bochum vorlegt und dies in die Arbeitsgruppe „Bochum Perspektive 2022“ einbringt.

Wenn GM nicht insgesamt eine neue Strategie für seine europäischen Töchter einschlägt, wird Bochum nur der Anfang des weiteren Niedergangs aller Werke in Europa sein. Ein Festhalten an der Begrenzung Opels auf die europäische Märkte ohne umfassende Innovationen und Investitionen würde alle Standorte und Arbeitsplätze dieses Herstellers aufs Spiel setzen.

Die Bundesregierung bleibt gefordert, angesichts der Probleme in Bochum und des absehbaren Scheiterns ihrer E-Mobilitätsziele, für die gesamte Automobilindustrie ein industriepolitisches Konzept für nachhaltige Mobilität vorzulegen.

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